Montag, 29. Juni 2015

Rosen, Muscheln, Lochsteine und Fische


Ein Rosenpost im Rosenmonat Juni muss doch sein. Diese rosa Kletterrose fühlt sich an der Wand der Garage sehr wohl.



Da es von hier bis an das Meer so weit ist, habe ich mir mit diesem Mobile ein wenig Ostseestimmung in den Garten geholt.



Der kleiner Lochstein ist ein Fundstück vom Strand der Insel Rügen und



in dieser Muschelschale hat einmal ein Tier in der Ostsee gelebt.



Die Fische aus Beton habe ich letztes Jahr gegossen. Hier klick habe ich das ausführlicher beschrieben.





Ganz neu habe ich nun glänzende "Fischdosendeckelfische" gemacht.





Wenn der Fisch sich umdreht, sieht das dann so aus.



Auf der anderen Seite der Garage blüht gerade eine rote Kletterrose. Da gibt es aber kein Mobile sondern nur den Bewegungsmelder.



Leider ist der Rosenmonat Juni nun bald zu Ende. Letze Woche habe ich aber in Rothenburg einige Rosenfotos gemacht und möchte daraus einen Post "Rosen und alte Mauern II" gestalten. Rosen und alte Mauern in Dinkelsbühl hatten wir im letzten Jahr hier klick .
Nun wünsche ich meinen Lesern eine gute Woche und keine Probleme mit der Hitze die da kommen soll. 




Freitag, 12. Juni 2015

Totgesagte...


...haben doch überlebt. 
Im Herbst wurde im Baumarkt dieses Feigenbäumchen "megabillig" angeboten. Obwohl ich Bedenken wegen unserem doch nicht so milden Klima hatte, landete es im Einkaufswagen. Als im Frühling nur noch ein tot aussehender Stängel aus der Erde ragte war ich mir sicher, Feigen pflanzt man einfach nicht in unseren Breiten. 



Nun seht, was sich mir heute für ein Anblick bot. Ich traute meinen Augen nicht.

Ähnlich erging es mir mit den Cardy. Diese, eng mit der Artischocke verwandten Pflanzen hatte ich im letzten Jahr gesät und eine ganze Reihe davon gesetzt. 



Eigentlich wird Cardy einjährig angebaut. Die Stiele werden gebleicht und als Gemüse verwendet. Da mir das nicht sonderlich schmeckte wollte ich sie überwintern um die Blüten zu bekommen. Im Frühjahr trieben dann in der Reihe nur ganz wenige Pflanzen aus, der Rest war recht matschig. Ich freute mich, dass es einige geschafft hatten und war sehr erstaunt als plötzlich auch aus den matschigen Pflanzen silberne Blätter kamen. Gut, dass ich diese nicht vorher auf den Kompost getan hatte.



Nun sind diese Blüten zu sehen. Ich werde berichten wie es mit ihnen weitergeht.



Erkennt Ihr die drei Pflanzen die vor der Cardy wachsen? 



Ein Kürbis, eine Kletterbohne und ein Mais.
Bei einer Führung im Hortus Felix, einem Permakulturgarten klick wurden viele interessante Dinge gezeigt. Unter anderem bekam ich dort auch die Anregung, diese drei Pflanzen zusammen zu setzen. Der Sinn ist, dass der Mais die "Stange" für die Kletterbohne abgibt und der Kürbis dazu den Schatten spendet. Als Kletterhilfe für die Bohne eignet sich auch eine Sonnenblume. Ob das in meinem Gartenreich auch funktioniert wird sich ja dann bald herausstellen. Auch habe ich angefangen zwischen den Pflanzen zu mulchen was bei der Führung ein großes Thema war. 

Nach dem vielen Text und den grünen Fotos möchte ich Euch aber nun auch ein wenig Buntes zeigen.



Der Juni ist doch der Rosenmonat. Oben der Rosenbogen von Süd nach Nord fotografiert, unten in der Gegenrichtung. 






Rosen und Muskatellersalbei (Salvia scalarea) als Duo.





Der Europäische Pfeiffenstrauch (Philadelphus coronarius) auch Bauernjasmin oder Sommerjasmin genannt, steht in voller Blüte. 



Die Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus) erfreut mit zartem Blau. Ihre Wurzel ist essbar. Das werde ich aber nicht ausprobieren da ich nur diese eine Pflanze habe.



Nun zum Schluss noch ein wenig Deko.



Dieser Vogel stolziert doch ganz frech durch ein Kissen vom Bartfaden (Penstemon).





Im Eimer ist die Gewürztagetes (Tagetes tenuifolia), daneben im Topf eine Meerzwiebel (Drimia maritima). 



Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes Wochenende und viel Freude an und in der Natur.






Freitag, 5. Juni 2015

Geh aus mein Herz...


...und suche Freud. So heißt es in dem bekannten geistlichen Sommerlied von Paul Gebhardt (1607-1676). 



Momentan fällt es ja wirklich nicht schwer, die Freude in und an der Natur zu finden. 




Schau an der schönen Gärten Zier,
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.



Nicht nur der Diptam (Dictamnus albus) hat sich schöner als Salomonis Seide angezogen.
Auch kleine Blüten wie der blaue Lein (Linum) zeigen sich in voller Pracht.



Bei meinem gestrigen Feiertagsmorgengartenrundgang ging mir dieses Lied durch den Sinn und dabei sind diese Feiertagsmorgenfotos entstanden.



Man sollte nicht glauben, dass das die Blüte einer so alltäglichen Pflanze wie dem Schnittlauch ist.



Salbei (Salvia).



Steppensalbei (Salvia nemorosa)



Ich war natürlich nicht alleine unterwegs. Überall summte und brummte es.



Ein besonders langer Käfer macht es sich hier auf der Blüte der Mariendistel (Silybum Marianum) bequem...



...wahrend der andere hier über die Blüte der Engelwurz (Angelica) kabbelt. Ob sich die beiden wohl finden?



Kein Osterluzeifalter (den könnt Ihr hier klick sehen) sitzt hier auf den Blüten des Osterluzei (Aristolochia clematitis) aber dieser kleine Kerl ist doch auch ganz nett.



Das ist keine Orchidee sondern ein Wald-Ziest (Stachys sylvatica) der auch bei uns in den Wäldern an zu treffen ist.



Auch das Orangerote Habichtskraut (Hieracium aurantiacum) das hier so feurig daherkommt wächst in der freien Natur.



Die Erdkastanie (Bunium bulbocastanum) und die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) haben sich für einen blauweißen Auftritt zusammengetan.



Die Blüte der Cardy (Cynara cardunculus) ist noch ein wenig vorsichtig und zeigt sich noch nicht in voller Schönheit.



Dafür hat die Violette Königskerze (Verbascum phoeniceum) die Blüten ganz geöffnet.



Erste Sonnenstrahlen bringen das Italienische Leinkraut (Linaria),



die Roten Lichtnelke (Silene dioica),



das Traubenkropf Leimkraut (Silene)



und den Färber-Wau (Reseda luteola) zum leuchten.




Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.


Mit diesem Vers möchte ich mich für heute verabschieden und allen meinen Lesern ein schönes Wochenende mit viel Freude an der Natur wünschen.