Samstag, 31. Januar 2015

Morgens frisches Brot - abends Topinambur


Wer kann es riechen? Duft von frisch gebackenem Brot erfüllte heute früh das Haus. Da ich der Qualität von gekauftem Brot nicht mehr so recht traue, möchte ich nun immer mal wieder mein täglich Brot selbst backen. Ich experimentiere mit der Methode, bei der der fertige Teig über Nacht im Kühlschrank ruht und dann ohne nochmals "gehen" zu müssen gebacken wird. Das hat den Vorteil, dass man ihn morgens herausnehmen kann, Brötchen formt und dann gleich ab in den Backofen damit. 



Die Küchenmaschine knetet 500g verschiedene Mehle (hier überwiegend Dinkel) mit 300ml Wasser, 1/4 Würfelchen Hefe, 1 1/2 Teelöffel Salz und einer Prise Zucker zusammen. Da ich Brotgewürze wie Anis, Fenchel, Kümmel und Koriander gerne mag kommen sie gemahlen oder gemörsert noch dazu. Körner können in den Teig oder auf die Oberfläche getan werden. Schmeckt lecker und geht schnell.

Etwas Feines sind auch diese Knollen.



An Wintertagen an denen der Boden nicht gefroren ist grabe ich sie im Garten aus. 



Zugegeben es gibt Dinge, die mehr Spaß machen als im Winter in der kalten, klebrigen Erde zu wühlen um diese Knollen zutage zu fördern. Da bei uns der Boden schwer und lehmig ist, macht es auch etwas Mühe sie sauber zu bekommen. Verwenden kann man sie geschält oder mit Schale, roh oder gedünstet. Ich mag sie gerne roh, wie z.B. hier zusammen mit Feldsalat.



Das Aussehen der Knolle erinnert ja an eine Kartoffel. Sie ist aber mit dieser Pflanzenfamilie überhaupt nicht verwandt. Die Topinambur (Helianthus tuberosus) gehört zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus annuus). 



Die Pflanze wird sehr hoch hat aber im Gegensatz zur Sonnenblume eine vergleichsweise kleine Blüte.





Ja, mit diesen Sommerfotos könnten wie uns jetzt sicher anfreunden. 
Gehen wir aber zurück zur Realität. Wo das Kreuz ist, habe ich gestern die Knollen ausgegraben.



Der Winter hat uns momentan doch ganz gut im Griff. 






Die Hopfenblüten (Humulus) hängen noch an der Stütze. Da hier kein Bier gebraut wird und mir der Tee zu bitter ist, dient der Hopfen nur als Zierpflanze. 



Mit diesen winterlichen Gartenbildern möchte ich allen meinen Lesern einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche wünschen.




Sonntag, 25. Januar 2015

Rosa, Weiß und Grün


Heute ist bei mir der Winter rosa, weiß und grün. Die erste Hyazinthe ist aufgeblüht und verbreitet ihren aromatischen Duft im ganzen Zimmer. Die Fensterscheibe trennt sie von der schneebedeckten, weißen Landschaft. Hier klick habe ich beschrieben wie ich die Zwiebeln in kleine Töpfe gesteckt habe und diese in einer Schale im Folienhaus aufbewahre. Jetzt hole ich sie nach und nach ins Haus und kann zusehen wie sie zur Blüte kommen. 
So sah das im Herbst aus.




Ja und grün wird es nun auch. Die ersten Paprikasämlinge wagen sich ans Licht der Welt.



Nun machen wir mal einen Sprung nach Ellwangen. Hier klick habe ich Euch auf einen kleinen Rundgang durch diese Stadt mitgenommen konnte aber keine Bilder von der Wallfahrtskirche Schönenberg mehr machen weil es plötzlich anfing heftig zu schneien. Das möchte ich nun nachholen. Diese Bilder sind aber leider ganz ohne Schnee.



Hier versteckt sich die Kirche hinter den großen Bäumen die den Anstieg mit den Kreuzwegstationen säumen. Da geht es ganz schön steil hinauf aber ich parke trotzdem immer auf dem unteren Parkplatz und lasse es mir nicht nehmen diesen Weg zu gehen.



In jedem dieser kleinen Häuschen ist hinter einem geschmiedeten Gitter ein Wandbild zusehen.



Weiter oben stehen sich zwei größere Kapellen gegenüber.



In der einen befindet sich eine Mariengrotte ...



...die andere ist dem hl. Josef gewidmet.



Von hier kann man auch die große Barockkirche besser sehen.



Das helle Gebäude rechts ist das Kloster. Dort ist ein Tagungshaus klick in dem Seminare und Fortbildungen stattfinden.





Vor der Kirche wurde ein Labyrinth neu angelegt.








Hinter dem Labyrinth kann man im Wald den "Ölberg" erkennen.






Innenansichten der Kirche kann ich heute nicht so viele zeigen da Menschen Andacht hielten.






Viel Stuck, Gold und Marmor ist zu sehen...



...und so viele Engel, dass es ich gerade überlege, von diesen einen eigenen Post zu erstellen.



Auch die Fotos von der großen Krippe, die ganzjährig auf der Empore hinter dem Altar aufgebaut ist, ergeben einen eigenen Post (es ist ja bald wieder Adventszeit).



Mit diesem Bild vom Abstieg, dem Weg nach unten, möchte ich mich heute von Euch verabschieden und würde mich freuen wenn Euch dieser Ausflug in die Barockzeit gefallen hat.




Donnerstag, 15. Januar 2015

Welche Farbe hat der Winter?

Der Winter ist grau!
Nieselregen überzieht das wolkenverhangene Land,
verwandelt grüne Wiesen und blaues Wasser in einheitliches Grau.




Der Winter ist schwarz!
Die kahlen Bäume stehen im fahlen Licht,
schwarz glänzen die Schollen der gepflügten Felder,
lang sind die dunklen Nächte.




Der Winter ist weiß!
Dichtes Schneetreiben lässt die Welt versinken.
Am Morgen dann, wenn die Sonne aufgeht leuchtet alles in strahlendem Weiß.




Der Winter ist grau, schwarz und weiß!
Durch diese Stille
finden unsere Sinne zur Ruhe,
bevor die Überfülle des Frühlings
die Lebendigkeit zurückbringt.




Gespannt bin ich auch, wann die schwarze Fläche meines Fensterbankgewächshauses mit grüner Überfülle lebendig wird.
Ich habe nämlich Paprika & Co. ausgesät. Da diese Pflänzchen sehr langsam wachsen fange ich mit der Aussaat frühzeitig an. Schön ist es wenn an Lichtmess (2.Februar) schon das erste Grün zu sehen ist. Ich werde dann davon berichten.







Sonntag, 4. Januar 2015

Die Lostöpfe stehen bereit


Hier stehen sie, die drei Lostöpfe. Omas Bunzlauer Tassen sind für diesen Anlass doch ganz passend. Eigentlich waren ja vier Lostöpfe geplant aber die Bastelbohnen waren nicht begehrt. 
1. Bohnensortimentlostopf: 7 gelbe Zettelchen  
2. Staudensamenlostopf: 4 grüne Zettelchen
3. Kräuteteebuchlostopf: 4 blaue Zettelchen 
Da niemand die Bastelbohnen gewinnen wollte dafür aber sieben Leute das Bohnensortiment habe ich beschlossen, dass aus diesem Topf zwei Gewinner gezogen werden. So sind auch für alle Teilnehmer die Chancen ungefähr gleich groß (1:3).

Die Glücksfee hat also insgesamt vier Zettelchen gezogen.
Glückwunsch diesen Gewinnern. Ich werde mit ihnen per Mail Kontakt aufnehmen




Da ich letzte Woche nirgends mit dem Auto hinfahren musste hatte ich die Garage gar nicht freigeräumt (ich fahre bei Schnee nur wenn es sein muss). Als nun Tauwetter einsetzte und nur Regen gemeldet war beschloss ich gestern mal wieder die Stadt Ellwangen/Jagst mit ihren schönen Kirchen zu besuchen. 
So sah dann die Heimfahrt aus, der angekündigte Regen war irgendwie ziemlich weiß und dick und deckte alles zu.



Ellwangen ist ein nettes Städtchen. Auf dem einen Berg steht das Schloss (siehe Foto unten) und auf dem anderen die Wallfahrtskirche "Schönenberg". Von der habe ich leider kein Bild. Geplant war ein Besuch der aber wegen des einsetzenden Winters (siehe oben) nicht mehr stattfand.



Auf dem Foto unten ist die bunte Häuserzeile der Fußgängerzone, wo gerade Wochenmarkt war, zu sehen. In der Innenstadt stehen an vielen Stellen Christbäume die von Kindern der Kindergärten und Grundschulen ganz kreativ geschmückt wurden.





Das ist die Basilika St. Vitus, die katholische Stadtkirche.



Dieses Foto ist von der anderen Seite aufgenommen. Hier kann man sehen, dass die spätromanische katholische Stadtkirche mit der barocken evangelischen Stadtkirche zusammengebaut ist.



Ich betrat durch diese Türe die Basilika.



Hier gibt es nicht nur Engel sondern es lauert auch das Böse, das vor der Türe bleiben muss.




Auf den Treppen vor dem Altar ist diese wunderschöne Krippe aufgebaut.



Und nun kommt das Besondere.
Zwischen den Kirchen gibt es diese Verbindungstüre.



Diese Türe war über 200 Jahre verschlossen und wurde 1999 als Symbol der Ökumene geöffnet.



Deshalb war es für mich möglich, durch die Türe der katholischen Stadtkirche hinein zu gehen, dann durch diese Verbindungstüre hindurch in die evangelischen Stadtkirche zu gelangen und diese dann durch deren Türe zu verlassen.
Vorher saß ich aber noch eine Weile auf einer Bank und lauschte schönen Klängen. Oben an der Orgel (Mitte rechts, da wo das Lichtlein ist) saß jemand und ich habe mir gedacht, der spielt jetzt nur für mich.



Diese Entspannung war auch ganz gut denn später stand ich dann im dichten Schneeregen auf dem Kirchenplatz und mir war bewusst, "Welt du hast mich wieder", die Heimfahrt wird anstrengend.