Dienstag, 28. Oktober 2014

Der Himmelsstürmer von Schwäbisch Gmünd


Himmelsstürmer wird der 38,60 Meter hohe Aussichtsturm genannt der auf dem Gelände der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd steht. Er bietet gleichzeitig einen Überblick über das Gartenschaugelände "Himmelsgarten", einen Fernblick auf die Kaiserberge der Schwäbischen Alb und einen Tiefblick auf das "Erdenreich" unten in der Stadt Schwäbisch Gmünd.



Das ist der Blick auf einen Teil vom "Himmelsgarten" und im Hintergrund ist der Hohenstaufen zu sehen.



Tief unten liegt die Stadt Schwäbisch Gmünd wo sich das "Erdenreich" befindet. Um dorthin zu gelangen nimmt man entweder den Bus oder steigt die "Himmelsleiter" hinunter. Seht Ihr das dunkle Loch im Wald? Da beginnt der Abstieg.
In diesem Post möchte ich aber nicht mit Euch durch den Wald spazieren sondern den Turm in verschiedenen Ansichten zeigen.



Hier sieht er gewaltig aus und es strengt schon ein wenig an, die 209 Stufen zu erklimmen. Einen Aufzug gibt es nicht.



Ein Himmelsstürmer in klein. Er stand direkt neben dem Turm.



Im Frühling war der Himmelsstürmer von Tulpen umringt.



Im Sommer reichten die Blütenbälle sogar bis zum fünften Stock. Auf diesem Bild kann man auch gut sehen, wie sich die Spitze des Turmes durch die 1300 Spiegelkacheln der Farbe des Himmels anpasst und dadurch den Eindruck erweckt, er würde sich nach oben hin auflösen. 



Hier ragt der Himmelsstürmer aus einem Meer von Ringelblumenblüten heraus. 





Da hat sich ein riesiges Eisenteil in den Weg gestellt.

Nachtrag: Susanne hat mir geschrieben (siehe erster Kommentar) dass dieses Eisenteil zwei Ringe darstellt. Dort konnte man nämlich standesamtlich unter freiem  Himmel heiraten. Ja und ein Bild des Bettes das gleich daneben an einem Baum hing stelle ich nun auch noch ein. Danke Susanne.






So und nun wird es gefährlich. Die Dinosaurier sind im Anmarsch. 



Müsste man doch mal testen.







Keine Sorge, er steht noch.



Auch diesen Faustschlag hat er überlebt.



Der Himmelstürmer ganz in bunt, "eingesponnen" und überragt von der Spinnenblume.



Die Äpfel sind reif, der Herbst naht, Zeit Abschied zu nehmen. Der 12. Oktober war der letzte Tag. Die Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd hat ihre Tore geschlossen. Spaß hat es gemacht, immer wieder Neues zu entdecken und auch vieles zu lernen.





Ich würde mich freuen, wenn Euch meine "Himmelsstürmeransichten" gefallen haben. 
Es gab natürlich noch so viel Interessantes zu sehen. Wenn es draußen kalt und grau oder weiß ist, werde ich immer mal wieder bunte Blüten von Schwäbisch Gmünd posten. 
Wer den Besuch verpasst hat und denkt, dieser Post hätte auch früher kommen können als noch die Möglichkeit bestand hin zu fahren, ja der hätte mal hier klick lesen sollen. Im August habe ich einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Gartenschau gegeben. 
Nun wünsche ich meinen Lesern eine schöne Restwoche.




Samstag, 25. Oktober 2014

Abschied und Neubeginn im Garten


Ein Wandel vollzieht sich im Gewächshaus. Vier Tomatenpflanzen haben bis jetzt ausgehalten. Im Frühjahr liebevoll gepflanzt und dann werden sie nach und nach herausgerissen. 



Da Paprika, Chili und Peperoni immer bis zum ersten Frost noch nicht ganz gereift waren, habe ich in diesem Jahr einige Pflanzen in Töpfe gesetzt. Sie standen bis jetzt im Gewächshaus und werden nun teilweise ins Haus geholt. Diese Pflanze mit den besonders langen Früchten wohnt von nun an bei den Nachbarn. 



Den Platz im Gewächshaus beanspruchen nun andere Dinge wie die Spiralstäbe und die zerlegten Bohnenbögen (eigentlich als Rosenbögen gedacht). Die Bohnen trockenen in den den Kisten oder wie Wäsche auf der Leine.



Die Seitenwände vom kleinen Gewächshaus binde ich immer mit eine Wäscheleine am Dach fest dass die Winterstürme das Häuschen nicht wegfegen.



Einen Teil vom Körneramaranth habe ich nun auch geerntet. Er trocknet auf einem Tuch (siehe auch erstes Foto). So können die Körnchen ausfallen und werden für Suppen, Soßen, Müsli usw. verwendet. 



Ja, so ist es in jedem Jahr, das Aufräumen erzeugt wehmütige Gedanken. 

Heute war mir aber gar nicht traurig zumute. Ich habe nämlich den Frühling gepflanzt.

Mein Blumenzwiebelpaket von  http://www.nebelung.de/ ist angekommen. 



Das Team von Bruno Nebelung hat das ganz perfekt getimet. Heute am Samstag war ich ja zuhause, konnte das Paket in Empfang nehmen und sofort auspacken. Ja und eine Portion Sonnenschein haben sie auch mitgeschickt so dass ich mich bei Licht und Wärme gleich ans einbuddeln gemacht habe.



Da braucht man natürlich noch recht viel Fantasie aber ich denke, dass ich Euch bald bunte Bilder zeigen kann.



Die Hyazinthen setze ich im ersten Jahr nicht in den Garten sondern in eine Schale im Gewächshaus. Wenn dann der Winter sich dem Ende zuneigt, hole ich sie einzeln ins Haus wo sie dann anfangen zu blühen. Dieses Jahr habe ich sie gleich in Töpfchen gesetzt. Diese in der Schale eingesenkt und mit Erde bedeckt. Sie können dann im Vorfrühling einzeln entnommen werden. Das Ergebnis kann man hier klick sehen. Wenn sie verblüht sind setze ich sie in den Garten damit sie weiter wachsen können. 

So und weil wir gerade über den Frühling reden, in einer Gartenecke ist er tatsächlich schon ausgebrochen.



Eine Christrose, eine Primel und Alpenveilchen blühen gemeinsam jetzt im Oktober. 

Dieses vergehen und neu beginnen beschreibt Hermann Hesse so schön in folgendem Gedicht. 
Damit möchte ich allen meinen Lesern einen schönen Abend und einen sonnigen Sonntag wünschen. 

Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!



Sonntag, 19. Oktober 2014

Goldenes Herbstlicht


Dieses Morgenbild lässt einen schönen Herbsttag mit goldenem Licht erahnen.



Die letzten Bohnen reifen an den Bohnenbögen aus.



Bohnenkerne (hier von den großen Käferbohnen) aus den Hülsen zu ernten ist eine meditative Arbeit wenn man dabei gemütlich in der Sonne sitzen kann.






Die Mittagsblümchen (Dorotheanhtus) und die Tagetes geben nochmal alles und erfreuen mit kräftigen Farben.






Der Körneramaranth ist auch bald reif. Da muss ich mir schnell überlegen wie ich die Körner ernte und verarbeite. Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben.



Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) lässt sich gar nicht aufhalten und erobert so langsam große Teile vom Garten.



Das ist eine Spargelerbse (Tetragonolobus purpureus), ein fast vergessenes Gemüse. Verwendet werden die ganz jungen, unreifen Schoten.



An der Hecke hängen reife Haselnüsse. Besonders gefällt mir, dass mit den noch winzigen, geschlossenen Blütenständen der neue Frühling schon vorbereitet ist. 



Von dieser Menge bleibt nach dem Schälen gerade mal dieses Häufchen übrig.





Im Gewächshaus trocknen, zwischen den letzten Tomaten und Chili, Walnüsse in flachen Kistchen. Die sind allerdings nicht hier gewachsen da für so einen großen Baum der Platz im Gartenreich nicht ausreicht. Aufgesammelt sind sie aber eigenhändig und dann über die blau-weiße Grenze aus Bayern nach Baden Württemberg geschmuggelt.



Bevor die kalten und nassen Tage kommen ist auch Aufräumen angesagt. Die Namenschilder von den Kräutern und Bauerngartenpflanzen überwintern im Schuppen.



Mit diesen beiden Bildern vom Abendspaziergang möchte ich allen meinen Lesern eine gute und vielleicht auch noch ein wenig sonnige Woche wünschen.



Montag, 13. Oktober 2014

Eigener Herd ist Goldes wert...


...und falls man gerade mal keinen zu Hand hat, kocht man sein Essen halt auf dem Traktor.





Im Feilandmuseum in Schwäbisch Hall-Wackershofen waren am Sonntag alte Landmaschinen in Aktion.



Überall tuckerten die Traktorenmotoren.







Hier werden Äste gehäckselt.



Die Stämme werden zum Sägen gefahren.







In der Scheune wird gedroschen.



Der Acker wird gepflügt.



Mit dieser Maschine werden Strohzöpfe geflochten.




Wenn mal so ein betagter Traktor nicht so recht mag, nimmt man halt moderne Technik zu Hilfe.



Jetzt ist er einsatzbereit. Das Heu wird zerkleinert und auf den Heuboden befördert.



Hier sind viele PS zu sehen, rechts 2 PS und links einige mehr.



Keine PS, eher wohl HS schauen genüsslich aus dieser Türe heraus. Das ist Tigger. Er reiste mit seinem Herrchen in einem alten Wohnwagen, gezogen von einem Traktor, nach Wackershofen an.




Wie Ihr seht, war das Wetter super, es war ein richtig schöner Herbstsonntag.

Eine gute Woche und noch mehr goldenes Herbstwetter wünsche ich allen meinen Lesern.