Freitag, 9. Mai 2014

Kann man denn da wirklich böse sein?


 Wenn sich jemand so elegant über eine Pflanze hermacht.



Das ist schon ja eine richtig akrobatische Übung. Jedenfalls muss dieses Tier recht gute Bauchmuskeln haben.
Da es sich aber bei der Pflanze um eine junge Gojibeere (Lycium barbarum) handelt, die ich aus Samen gezogen hatte, konnte ich natürlich nicht zulassen, dass diese weiterhin im Magen der Schnecke landet. So nahm ich sie ihr einfach weg.



Die Schnecke war daraufhin erst einmal beleidigt.



Da nichts mehr zu holen war, legte sie den Rückwärtsgang ein. Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, kroch sie noch ein Stückchen höher, ganz hinauf auf den Rand der Kiste.



Hier schaute sie mich nochmals richtig vorwurfsvoll an, schlonzte um die Ecke herum und entschloss sich dann zum Abstieg.





So und jetzt kommt das "Happy End".



Die Schnecke hat etwas anderes Leckeres gefunden das sie auch behalten durfte und die kleinen Gojibeerenpflanzen sind nun auf dem Wasserfass in Sicherheit (hoffentlich).





Übrigens habe ich heute im Garten auch etwas gearbeitet und nicht nur Schnecken beobachtet. So ganz langsam lichtet sich der Dschungel wieder.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes Wochenende mit wenig Schnecken und dafür mehr Sonnenschein.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Urwald so weit das Auge reicht...


...wuchert zur Zeit um mich herum.
Nach der langen Trockenzeit hat es ja nun endlich ergiebig geregnet. Wegen Rückenproblemen (das ist auch der Grund warum ich mich hier im Blogerland rar gemacht habe) konnte ich im Garten nur das Nötigste tun. So ist nun ein richtiger Urwald entstanden. Bei der "Entbuschung" habe ich mit den Gemüsebeeten begonnen. Zuerst einmal wieder Übersicht im Spargelbeet geschaffen (man will ja schließlich ernten) und dann Kohl gepflanzt (die Pflanzen hatte ich im Gewächshaus vorgezogen), Erbsen gesät und einige bunte Kartoffeln gesteckt.



Momentan sind diese Burschen und ihre nackte Verwandtschaft auch höchst aktiv.



In den Beeten sind Unmengen von Gartenmelden (Artriplex hortensis) in rot und...



...in grün aufgegangen.



Auch der Baumspinat (Chenopodium giganteum) hat kräftig für Nachwuchs gesorgt.

Da dieses Gemüse (Melde ist eine alte Gemüsesorte, Baumspinat ein Neophyt) zu schade für den Kompost sind, habe ich sie wie Spinat verarbeitet.

Als nächste Aktion (nach dem Regen) ist dann die Reduzierung des Wildwuchses in den Staudenbeeten angesagt, so dass die einzelnen Pflanzen wieder besser zur Geltung kommen.



Da blüht gerade überall der Kalifornische Mohn (Escholzia californica) 



die gefüllten Kornblumen (Centaurea)



und natürlich die Ringelblumen (Calendula).



Die Schwertlilien in weiß und blau strecken kess ihre Zungen heraus.



Im Gewächshaus warten die Tomatenpflanzen und Paprika & Co. darauf ausgepflanzt zu werden.



Es gibt wirklich noch jede Menge zu tun, der Wonnemonat Mai ist halt auch ein heftiger Gartenarbeitsmonat.