Freitag, 31. Mai 2013

Schneckenzeit

Schnecke sollte man sein bei diesem absonderlichen Maiwetter.


Da der Wetterbericht Regen angekündigt hatte habe ich mich total gewundert dass die Sonne gestern früh (Feiertag Fronleichnam) mich beim Aufwachen angelacht hat. Da ich diesem Glück doch nicht ganz getraut habe, wurde erst einmal auf das Frühstück verzichtet um gleich einige Sonnenbilder vom Garten einzufangen.
Damit möchte ich nun ein wenig gute Stimmung an diesen momentanen Schneckentagen verbreiten.


Nebel lag im Wiesengrund, Stille herrschte, nur der Gesang der Vögel war zu hören.


Eine richtige Feiertagsstimmung war spürbar.

 
 

 
Man konnte meinen, die Pflanzen hätten ihre Festtagskleider angezogen.


 
Die Blüten des Beinwells strahlten in der Sonne und die Kreuzblättrige Wolfsmilch sah richtig mystisch aus.


Selbst sonst so unscheinbare Pflänzchen wie die Knoblauchsrauke und die Erdbeere hatten, mit Perlen geschmückt, ihren großen Auftritt.




Der Marienkäfer war auch schon munter und krabbelte auf der Blüte der Süßdolde in den Tag.



Es würde mich freuen, wenn ich für Euch etwas Farbe in das Schneckenwetter bringen konnte und wünsche allen meinen Lesern in diesem Sinne ein schönes Wochenende.

Freitag, 24. Mai 2013

Der Wille zum Überleben und zur Heilung

Wenn man einen Schlag auf den Kopf bekommen hat, muss man schauen wie man diesen wieder nach oben bekommt. Das kann dann so aussehen.


Vor einer Woche am Mittwoch, ging bei uns ein ziemlich heftiger Hagelschauer durch (siehe vorheriger Post). Ganz langsam erholen sich die Pflanzen wieder und der Anblick des Gartens macht wieder Freude. Diese Witwenblume (Knautia) möchte ich als Beispiel für diesen Überlebenswillen und die Energie zum Weiterwachsen zeigen.

 
Die Pfingstrosen  (Paeonia) haben das Unwetter ganz gut weggesteckt und fangen nun an ihre großen Blüten zu öffnen.

Diese Schönheit ist keine Zierpflanze sondern, wer weiß es?


Richtig, es ist die Blüte vom Meerrettich (Armoracia rusticana).

Die Blätter vom Rhabarber (Rheum rhabarbarum) sehen noch schlimm aus aber nachdem er die erste Blüte verloren hatte zeigt er sich wieder ganz in weiß.


Die Berg-Flockenblume (Centaurea montana) ist eine recht robuste Pflanze, die bringt so schnell nichts aus der Ruhe, bzw. hält sie davon ab sich zu verbreiten.


Von der Lupine (Lupinus) schauen wir uns doch lieber eine Nahaufnahme an, da die ganze Blüte noch sehr dünn daherkommt.

 
 




Die weiße Fläche im Hintergrund ist aber weder Schnee noch Eis sondern ein Gartenvlies. Aus Sorge vor einem Nachtfrost habe ich die Bohnen abgedeckt.
Im Gewächshaus herrscht heute Nacht Romantik pur, da brennt nämlich eine Kerze. Diese soll so viel Wärme abgeben, dass keine eisigen Temperaturen herrschen.
Drückt mir bitte die Daumen, dass alles gut geht. Nach den Hagelschäden müssen jetzt nicht auch noch Frostschäden sein.
Euch wünsche ich auch gutes Gelingen und ein schönes Wochenende.








Montag, 20. Mai 2013

Hagel, die kalte Sophie hat mit Eis geworfen

So sah es letzten Mittwoch (15.5.) in meinem Garten aus.


Mit weiteren solchen Bildern möchte ich Euch verschonen. Ich war schon recht geknickt bei dem Anblick der sich mir bot. Langsam erholen sich viele Pflanzen wieder aber alles sieht noch recht zerzaust aus. Deshalb gibt es heute keine neuen Fotos aus dem Garten.

Dafür ist mir eine ganz besondere Baumfrau begegnet.


Sie bewegte sich ganz elegant auf Stelzen über das Gelände beim Festival der Natur. http://www.festivaldernatur.de/index.html



Noch etwas fand ich sehr fotogen. Da haben Menschen ihr altes, nicht mehr bewohnbares Haus nicht renoviert oder abgerissen sondern dekoriert.


 
Wie viele große und kleine Füße gingen, hüpften, schlichen, polterten, eilten oder bewegten sich mit Mühe wohl über diese Treppen?
 

Wie viele Blicke schauten freudig, erwartungsvoll oder traurig, enttäuscht aus diesem Fenster hinaus auf die Straße?


Hier wird die Vergänglichkeit sichtbar. Aufgebaut mit Energie, erst neu und schön, nagt später dann der Zahn der Zeit daran bis es zerfällt und sich bald niemand mehr daran erinnert.


Dann wächst daraus etwas Neues, das ist der Lauf der Zeit. So wird einem immer wieder gezeigt, dass alles endlich ist und es gut ist, jede Zeit bewusst wahr zu nehmen und zu leben.

Nun wünsche ich Euch allen eine gute Woche.





 
 
 





Montag, 13. Mai 2013

Die Knospen platzen

Der Mai ist schon ein recht arbeitsreicher Monat für uns Hobbygärtner. Überall spießt alles, das Gewollte und das Ungewollte und man muss gut aufpassen, dass man nichts versäumt.


Diese Palme, die meine Mutter vor über 50 Jahren als kleines Pflänzchen als Mitbringsel aus Italien geschenkt bekommen hatte, blüht nun das erste Mal. Die ganzen Jahre habe ich den Topf im Frühling in den Garten geschleppt und im Herbst wieder zurück. Und nun plötzlich ganz unerwartet dankt sie es mir. Also, nicht aufgeben, auch aus stacheligen Mitgeschöpfen, mit denen man sich jahrelang abmüht, kann mal eine wunderschöne Blüte zum Vorschein kommen.


Beim Ginkgobaum sind die Knospen geplatzt und Tautropfen glänzen auf den winzigen Blättchen in der Morgensonne.


Jeden Tag öffnet sich eine andere Blüte, ein richtiges Kommen und Gehen herrscht nun im Garten.



Pfingstrose und Schwertlilie sind am Kommen während die Küchenschelle sich mit einem ganz besonderen Auftritt verabschiedet.


Ich werde mich für heute auch verabschieden und Euch allen eine bunte, reichhaltige Woche mit vielen geplatzten Knospen und Knoten wünschen.