Mittwoch, 28. November 2012

Spätherbststimmung im Freilandmuseum

Am Wochenende war im Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen "Vorweihnachtlicher Markt"
http://www.wackershofen.de/freilandmuseum/cms/front_content.php?idart=39&lang=1.


Im Zentrum bei den Verkaufsständen und bei der Gastronomie war viel los aber auf den Hügeln herrschte Ruhe. Die Häuser waren geschlossen und so konnte man ganz entspannt durch die Vergangenheit bummeln.


Dieses Haus auf der Anhöhe, der Käshof, ist mein Lieblingsgebäude. In der hinteren linken Ecke mit Blick auf den Wald gibt es ein ganz gemütliches Zimmer, da würde ich doch gleich einziehen.


So kann man sich den Ausblick nach vorne vorstellen. Das hat doch was von Freiheit. Momentan sind zwar die Fensterläden geschlossen aber im Frühling wird es hier wieder ganz lebendig.


Neben dem Hof steht eine kleine Kapelle und schaut ins Tal hinab.


Da fällt mir das Lied von Ludwig Uhland ein. Er schrieb es 1805 und es passt ganz gut in diese stille Novemberzeit mit den Gedenktagen.

Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies' und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab'.

Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor,
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.




Nun aber wieder zu erfreulicheren Dingen. Besonders gut gefallen mir die Backhäuschen. Jedes Jahr im September gibt es das Backofenfest. Da werden einige der Häuschen angeheizt und überall duftet es nach frischem Blooz (süße und salzige flache Kuchen z.B. mit Äpfeln, Zwetschgen oder Zwiebeln).


Jetzt aber ruht die Arbeit.


Auch die Bienen die sonst so emsig um dieses Haus schwirrten und die Blüten der Bäume in der Steuobstwiese bestäubten, haben sich zur Ruhe begeben.


Stille kehrt in der Natur ein.


Im hektischen Treiben der Städte ist dies weniger spüren wie hier zwischen den alten Häusern wo auch in Zeiten als sie noch bewohnt waren im Winter das Leben beschaulicher verlief.

Für die kommende Adventszeit wünsche ich Euch allen viel Ruhe und Besinnung.



 












Samstag, 17. November 2012

Lichtblicke im November


Nachdem ich es nun geschafft habe den Garten soweit auf zu räumen dass dort Ruhe einkehren kann, ist jetzt Herbstdeko angesagt.


Auf eine Styroporkugel habe ich mit Heißkleber Rindenstücke aufgeklebt und daraus ist dann dieses Werk entstanden.



In den Garten darf die Kugel aber nur zum Fototermin. Ihren Platz bekommt sie im geschützten Hauseingang.

Ihr seht richtig, auf den Bildern kann man Schatten erkennen. Die Sonne durchbrach bei uns tatsächlich für kurze Zeit die Nebelschwaden. Das hat gut getan.




Das Herzkränzchen vom letzten Jahr habe ich ein wenig "aufgehübscht".




Leider reichte die Kraft der Sonne dann nicht mehr für meinen Spaziergang und sie verlor den Kampf gegen das Grau.


Auf diesem Bild kann man sehen wie sich die graue Wabbermasse über die Helligkeit schiebt. Noch ein schmaler Streifen Licht ist übrig der dann aber auch bald verschluckt wurde - November eben.


Bleibt die Hoffnung, dass es am morgigen Sonntag neue Lichtblicke gibt. Diese wünsche ich Euch allen.



Herbst

Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
Ich liebe dieses milde Sterben.
Von hinnen geht die stille Reise,
Die Zeit der Liebe ist verklungen,
Die Vögel haben ausgesungen,
Und dürre Blätter sinken leise.
Die Vögel zogen nach dem Süden,
Aus dem Verfall des Laubes tauchen
Die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
Die Blätter fallen stets, die müden.
In dieses Waldes leisem Rauschen
Ist mir als hör' ich Kunde wehen,
daß alles Sterben und Vergehen
Nur heimlich still vergnügtes Tauschen.

Nikolaus Lenau, 1802-1850












Freitag, 9. November 2012

Herbstliche Schlossromantik


Letztes Wochenende gab es im Schloss Hohenstadt die Kunstgewerbeausstellung "Kreative Kunst & Lebens Art". Dabei konnte man so richtig schön Schossromantik genießen. http://www.schloss-hohenstadt.de/?s=schloss



Etwas ganz Besonders ist es, durch den Heckengarten zwischen dem Schloss und dem Lusthaus zu flanieren.


Hier ist im Hintergrund im Gegenlicht das Schloss zu sehen und wenn man sich umdreht, steht man vor dem Lusthaus.


Diese tolle Aussicht ins Kochertal bietet sich vom Schlosshof.


Dort gibt es viele geheimnisvolle Ecken...


und mächtige alte Bäume.


Da hat sich der Wasserturm ins Seitenportal der Wallfahrtskirche geschmuggelt.


Grasende Kühe mit Rahmen bieten ein Bild der Ruhe.


Ausgemauertes Fachwerk und Fensterläden mit Verzierung schmücken den Fruchtkasten.



Im Innenbereich hat mich besonders dieses gigantische Treppenhaus fasziniert.


Diese nicht mehr ganz neuen Herrschaften sind jetzt ja wieder richtig modern.



Schön war der Tag auf Schloss Hohenstadt (links im Bild ist die Wallfahrtskirche).



Das goldene Licht des Herbstes zaubert ganz besondere Stimmungen. Es ist schön, sie zu genießen und davon zu zehren wenn am nächsten Tag schmuddeliges Grau überwiegt.