Donnerstag, 9. August 2012

Kräuterbuschen zu Maria Himmelfahrt

Die Tradition der Kräuterbuschen reicht weit zurück. Was als heidnischer Brauch begann wurde später unter den Segen Marias gestellt wurden. Er ist ein uraltes Heilmittel aus der Natur, zur Erhaltung der Gesundheit. Die Pflanzen des Kräuterbuschen sollten die Menschen und deren Vieh gesund durch den langen Winter bringen und sie vor Schaden jeglicher Art bewahren. Die Kräuter wurden zur Zubereitung von Tees genutzt oder zum Räuchern in den Rauhnächten.




Sie bestehen aus verschiedenen Kräutern, Getreidearten und dekorativen Pflanzen. Dabei orientierte sich die Anzahl der verschiedenen Pfanzen an heiligen Zahlen.

7 (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungstage)
9 (dreimal drei für die hl. Dreifaltigkeit)
12 (Zahl der Apostel, Stämme Israels)
14 (Zahl der Nothelfer)
24 (zweimal zwölf: zwölf Stämme Israels aus dem alten, zwölf Apostel Christi aus dem neuen Testament)
72 (sechsmal zwölf, Zahl der Jünger Jesu)
99 (dreiunddreißig-mal drei, drei als Symbol für die heilige Dreifaltigkeit)





Ich habe mich für 24 verschiedene Kräuter entschieden. Ich ging halt mal so eine Runde durch den Garten und pflückte hier und da eine Pflanze. Als ich sie zählte waren es 23. So suchte ich noch eine aus und hatte 24. 72 oder gar 99 waren mir für den Anfang doch etwas zu viele.




Hier kann man alle 24 Kräuter sehen.
Im einzelnen fand ich in meinem Garten:

Königskerze
Johanniskraut
Wermut
Beifuß
Rainfarn
Schafgarbe
Eisenkraut

Thymian
Eibisch
Wiesenknopf
Bohnenkraut
Lavendel
Estragon
Zitronenmelisse
Minze
Anisysop
Kampfer-Eberraute
Oregano
Alant
Oswegokraut
Ysop
Odermennig
Baldrian
Kamille





Die Königskerze kommt in die Mitte und die anderen Pflanzen werden darum herum drapiert. Ich habe dann mit einem Bindfaden aus Baumwolle (wegen dem Räuchern) alles fest zusammen gebunden und zum Trocknen aufgehängt.




Als ich damit fertig war, machte ich noch einen kleinen Abendspaziergang und konnte ein schönes Wolkenspiel vor der untergehenden Sonne betrachten.



Bei diesem Anblick dachte ich an das Abendlied von Hoffmann von Fallersleben (1798 -1874).

Abend wird es wieder,
Über Wald und Feld
Säuselt Frieden nieder
Und es ruht die Welt.

Nur der Bach ergießet
Sich am Felsen dort,
Und er braust und fließet
Immer, immer fort.

Und kein Abend bringet
Frieden ihm und Ruh,
Keine Glocke klinget
Ihm ein Rastlied zu.


So in deinem Streben
Bist, mein Herz, auch du:
Gott nur kann dir geben
Wahre Abendruh.




Damit wünsche ich Euch ein schönes Wochenende mit viel Freude und auch Abendruh.











Kommentare:

  1. was für wunderschöne Arbeit .. sie so alle raus zu suchen und sie vor sich zu sehen und auch noch so ein wunderbares Gesteck daraus zu machen.. ein sehr schöner Brauch.. und dein Abendfoto und das schöne Gedicht.. herrlich berührend!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Danke für deine Idee, so einen Kräuterbuschen
    zu machen, ich werde morgen auch sammeln gehen,
    liebe Grüße
    Hermine

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  3. Diesen Brauch kannte ich bis jetzt nicht, die Buschen sehen aber sehr hübsch aus. Vor allem müssen sie unheimlich gut riechen.

    lg kathrin

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