Freitag, 27. Juli 2012

Tosende Wassermassen - Breitachklamm

Durch die Breitachklamm bei Tiefenbach in der Nähe von Oberstdorf führt seit 1905 eine Steiganlage die es möglich macht diese mehr als einen Kilometer lange Klamm zu durchwandern. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis mittendrin zwischen Felsen, Wasserfällen und Strudeln zu sein.


Es fängt ganz harmlos an, hier ist noch Sonne und viel Platz.




Da wird es schon etwas enger.








Felsen im tosenden Wasser.




Da ist die Breitach weit unten...



...und man kommt sich fast vor wie in einer Höhle.


Vorsicht, hier wird es etwas nass.





Ob der wohl hält? Gut verkeilt ist er ja.



So und jetzt machen wir mal ein Experiment - Spielchen.

Mal sehen wer mir folgen kann.

Du siehst die Person auf der Brücke?
Stell Dir vor, das bist Du.


So, nun drehe den Kopf in den Nacken und schaue nach oben.
Kannst Du die Brücke zwischen den Felsen ganz weit da oben sehen?


Stellungswechsel, jetzt stehst Du auf dieser Brücke ganz da oben und schaut hinunter.


Die Person, die auf der unteren Brücke stand, ist jetzt nicht mehr da. Klar, Du stehst ja jetzt hier oben, so hoch bist Du gestiegen. War es anstrengend?


Falls nun jemand bei dieser Kletterei Probleme mit den Schuhen bekommen hat... 


... für den stehen diese Ersatzschuhe am oberen Klammeingang/ausgang bereit.

Da wird man dann auch ganz Herz-lich verabschiedet...


...außer man hat von dem Getöse, Gespritze und klitschigen Wegen noch nicht genug und wählt, so wie wir, für den Rückweg wieder den Gang durch die Klamm.


Aber jetzt wird es gemütlich.

Am Fuße der Klamm gibt es das Gasthaus Breitachklamm. Da kann man es sich nach der Wanderung richtig gut gehen lassen...




...und wer dann keine Lust mehr auf Fahren hat findet hier gleich nebenan in diesem schönen, traditionellen Bauernhof ein hübsches Zimmer oder eine Ferienwohnung. Das Rauschen der Breitach gibt es als Schlaflied kostenlos dazu.





Zu diesem Wasserpost passt ja auch gut das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe.

Alles ist aus dem Wasser entsprungen!!

Alles wird durch Wasser erhalten!
Ozean, gönn uns dein ewiges Walten.
Wenn du nicht in Wolken sendetest,
Nicht reiche Bäche spendetest,
Hin und her nicht Flüsse wendetest,
Die Ströme nicht vollendetest,
Was wären Gebirge, was Ebnen und Welt?
Du bist’s der das frischeste Leben erhält.

Mit diesem Bild von der Breitach in der Nähe von Gasthaus und Bauernhof, das ich beim Abendspaziergang aufgenommen habe möchte ich mich für heute von Euch verabschieden und Euch ein schönes Wochenende wünschen.










Mittwoch, 25. Juli 2012

Faszination Berge -

ein Sommertag am Fellhorn (in der Nähe von Oberstdorf -Allgäu).


Hinauf ging es mit der Seilbahn.


Dann oben ein überwältigender Blick über die Weite der Gebirgslandschaft.



Diese Gratwanderung haben wir nicht gemacht, da ein ziemlich starker Wind wehte.


Wir haben uns für den Abstieg auf dem Fußweg durch die wunderschön blühenden Alpenwiesen entschieden.


Vorbei ging es an Blumen wie der Bärtigen Glockenblume (Campanula barbata),



Arnika (Arnica montana),


 Alpenrosen (Rhododendron),


besonderen Orchideen wie


die Rosa Kugelorchis (Traunsteinera globosa),



Türkenbundlilien (Lilium martagon),


der Teufelskralle (Phyteuma),


verschiedenen Enzianarten wie


den Frühlingsenzian (Gentiana verna) hier zusammen mit Frauenmantel (Alchemilla) und Hornklee (Lotus) und



dem gelben Enzian (Gentiana lutea). Er ist eine Heilpflanze, aus deren Wurzeln der berühmte Schnaps hergestellt wird.





Dies ist nur ein kleiner Teil des Pflanzenreichtums den das Fellhornzu bieten hat. Es wird deswegen auch Blumenberg genannt. Mal ein ganz anderes "Gartenreich".

Nun ist es aber Zeit für eine kleine Einkehr auf der Alm. Die Glocken der Kühe kann man weithin hören so geht auch keine verloren.



Der Abstieg zum Parkplatz der Seilbahn ging dann weiter auf einem schmalen Pfad durch waldiges Gelände mit romantischen Wasserläufen.

Mehr Wasser zeige ich Euch beim nächsten Post. Da habe ich Bilder von den tosenden Wassermassen gemacht die durch die Breitachklamm donnern.














Donnerstag, 19. Juli 2012

Was macht das Wildschwein vor der Kirche?



Des Rätsels Lösung ist ganz einfach.
Vor dem Portal des Heilig-Kreuz-Münsters in Schwäbisch Gmünd stand am Wochenende beim großen Stauferfest zum 850. Stadtgeburtstag ein Verkaufsstand für Wildfleisch.


Da war eine große Feier angesagt. Sogar der Kaiser Barbarossa war persönlich anwesend...


...und mit ihm die ganze vornehme Gesellschaft von Adel und Kirche.



Natürlich gab es auch noch viel anderes Volk.


Edle Rösser...




...Bauern...


...Handwerker...



...und fahrendes Volk.


Das alles fand in Schatten von ehrwürdigen Gebäuden statt.



Die St.-Johannis-Kirche im romanischen Baustil ragt ruhig und steinern aus dem Gewimmel heraus.


Die fühlen sich wohl in Ihre Kindheit zurückversetzt...



...und der Fünfknopfturm mit seinen 27 Metern Höhe steht einfach darüber.


Soweit die Zeitreise ins Staufer-Mittelalter in Schwäbisch Gmünd. Ich würde mich freuen wenn sie Spaß gemacht hat.
















Freitag, 13. Juli 2012

Ernte in den Startlöchern

Das sieht gewaltig nach einer Zucchinischwemme aus - so wie halt in jedem Jahr.


Zucchini "Floridor", sehr zart und schmackhaft und auch noch schön. Das Foto habe ich heute am Nachmittag gemacht und dann sind die zwei größten, zusammen mit Kartoffeln und Zwiebeln, im Suppentopf gelandet.


Auch der Größte von "Gold Rush" musste daran glauben.


Damit nicht alles golden ist kam auch noch eine Frucht der "Grüne von Milano" dazu. 

So, die wären erst einmal abgeerntet und verarbeitet. Mal sehen wann es weitergeht.



Das ist der Gurkenurwald...


...und die schaut unter dem Blätterdach hervor. Schön grün und knackig.


Die Blüte ist doch auch ganz hübsch.



So wie auch die der Bohne Lila Tilla oder


der Stangenbohne Neckargold.



Klein aber fein, eine Paprikablüte.



Könnt ihr den Duft von diesem Kraut riechen? Dann ist es auch ganz leicht den Namen zu erraten.

So, nun aber genug vom Gemüse nun noch einige Bilder nur fürs Auge zum genießen.


Schmetterling auf einer Sonnenhutblüte.


Die beiden waren ja so brav und ich konnte sie in aller Ruhe fotografieren. Eigentlich wollte ich ja eine Hummel auf dem Oswegekraut fotografieren aber die waren alle so beschäftigt dass dabei einfach kein gutes Bild entstand.



So ergriff dieser kleine Kerl hier die Gelegenheit und posierte für mich.


Das Oswegokraut (Monarda fistulosa) ist eine sehr feine Teepflanze.



Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, lasst es Euch gut gehen auch wenn das Wetter nicht so hochsommerlich wird. Dafür wachsen dann Zuccini und Co. schneller.