Mittwoch, 4. Januar 2012

Die drei Weisen aus dem Morgenland


Die Könige
Drei Könige wandern aus Morgenland,
ein Sternlein führt sie zum Jordanstrand,
in Juda fragen und forschen die drei,
wo der neugeborne König sei.
Sie wollen Weihrauch, Myrrhen und Gold
zum Opfer weihen dem Kindlein hold.
Und hell erglänzet des Sternes Schein,
zum Stalle gehen die Könige ein,
das Knäblein schauen sie wonniglich,
anbetend neigen die Könige sich,
sie bringen Weihrauch, Myrrhen und Gold
zum Opfer dar dem Knäbelein hold.
O Menschenkind, halte treulich Schritt,
die Könige wandern, o wandere mit!
Der Stern des Friedens, der Gnade Stern
erhelle dein Ziel, wenn du suchest den Herrn;
und fehlen dir Weihrauch, Myrrhen und Gold,
schenke dein Herz dem Knäblein hold!

Peter Cornelius (1824-1874)





Waren es Könige, Magier oder Weise? Sie haben den Aufgang des Sterns beobachtet und kommen nach Jerusalem, um dem neugeborenen König zu huldigen. Bei der Suche begegnen sie König Herodes der sie beauftragt zurückzukehren und ihm den Aufenthaltsort des Kindes zu verraten. Sie folgen weiter dem Wanderstern der sie nach Betlehem führt und dort über dem Stall stehen bleibt.  

Als sie nach dem langen Weg die Krippe mit dem Kind gefunden haben freuen sie sich sehr und bringen ihre Gaben dar, Gold, Weihrauch und Myrrhe.




Der Evangelist Matthäus sieht jedes Geschenk einzeln als Zeugnis für die Messianität Jesu:
Gold als das angemessene Geschenk für den neugeborenen König.
Myrrhe, eine Heilpflanze als Geschenk für den Arzt und Heiler (Heiland)
Weihrauch als Geschenk für den zukünftigen Hohepriester Israels.




Im 12. Jahrhundert glaubte man dass die Welt aus drei Kontinenten bestehe, nämlich Europa, Asien und Afrika. Es verbreitete sich die Anschauung, die drei Könige mit Namen Caspar, Melchior und Balthasar symbolisierten die drei Kontinente. Von den Anfangsbuchstaben ihrer Namen leitete man Mitte des 20. Jahrhunderts die Wörter „Christus mansionem benedicat“ als christlichen Segensspruch ab, den die Sternsinger in der Abkürzung „C+M+B“ über die Haustüren schreiben.




Die Krippenfiguren auf den Fotos habe ich vor vielen Jahren günstig erstanden. Wer gut aufgepasst hat, hat bemerkt, dass ich die Wichtelwerkstatt die im Advent den Hauseingang dekoriert hat in der Weihnachtszeit in eine Krippe umgebaut habe.
Nun wird noch bis zum Dreikönigstag alles beleuchtet und am Samstag ist großes Aufräumen angesagt.



Kommentare:

  1. ein wunderbares Posting, diese Figuren sind allerliebst wieder zum an schauen.. wunderbare Idee!
    Aufbauen und abbauen das gehört dazu und wieder ist es vorbei...
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
  2. Danke für diesen schönen Beitrag!

    Sigrun

    AntwortenLöschen