Montag, 30. Januar 2012

Mystischer Reußenberg

Der Reußenberg ist kein Berg sondern ein Naturschutzgebiet. Es ist eine Gipsdolinenlandschaft, die besonders im Winter ihre Geheimnisse preisgibt.




Die Dolinen sind teilweise mit Wasser gefüllt, so sind Tümpel entstanden, die Lachen genannt werden.
Hier gibt es einige bedrohte und seltene Pflanzen und Tiere.





Was sind das wohl für geheimnisvolle Bewohner, die hier gerade aus dem Wasser aufzutauchen scheinen?



Oder dieser, ist das ein Ungeheuer das in den Sümpfen haust?



Auch hier weiß man nicht genau von wem man da beobachtet wird.



Der hat eine schöne grüne Mütze auf



und dieser hier scheint besonders gut gelaunt zu sein.




Da weiter zu gehen ist jedenfalls auch nicht ratsam.




Gut, dass es auch bessere Wege gibt.




Auf diesen verlassen wir nun das Naturschutzgebiet und freuen uns auf den Kaffee daheim am warmen Ofen.



Laut Wetterbericht ist ja für die nächste Zeit warm anziehen angesagt.
Ich wünsche Euch eine gute Woche.












Sonntag, 22. Januar 2012

Ganz in Weiß



Der erste Blick aus dem Fenster am Samstagmorgen verriet, ja es hat geschneit.
Das fand ich toll, besonders da ich nicht durch den Berufsverkehr zur Arbeit fahren musste. So konnte ich das richtig genießen und da nun die weiße Hyazinthe in meinem Gebinde in voller Blüte seht, dachte ich, das passt doch gut zusammen. Als es ganz neu war und ich es auf meinen Schreibtisch am Arbeitsplatz stellte war die rosa Blüte gerade total schön. Wie das aussah kann man hier sehen. Sie verblühte in der trockenen Luft aber bald und auch das Immergrün welkte. So nahm ich es wieder mit nachhause. Ich schnitt die rosa Blüte ab und als die Hyazinthe seitlich eine neue Blüte austrieb und die weiße Pflanze zu blühen begann ersetzte ich noch das Immergrün und das trockene Moos. Nun strahlt mein Gebinde wieder frisch und neu - und duftet....ihr könnt es bestimmt riechen.




Auch die Semperviven in den Mauerritzen haben etwas von der weißen Pracht abbekommen.





Leider ist nun wieder aller Schnee geschmolzen und der Wald hat sich beim heutigen Spaziergang dann wieder so präsentiert.




Ich freue mich, dass sich immer wieder so viele Besucher auf meiner Seite einfinden und wünsche Euch allen eine gute Woche.




Dienstag, 17. Januar 2012

Ich mag sie...

...die Guggenmusiker



Die Guggenmusik kommt ursprünglich aus dem alemannischen Raum,  man wollte die Wintergeister mit dem Blasen von Kuhhörnern austreiben.




Mir gefällt einfach die Stimmung, die die Musiker mit ihren schrägen Tönen und ihrer fantasievollen Kleidung verbreiten.




Sie üben das Jahr über für ihre Auftritte während der Faschingszeit.




Manche sind lustig anzusehen,



andere eher gruselig

und diese sind eine vornehme Gesellschaft.





So und nun kommen wir zu den Hexen und Geistern, die vertrieben werden sollen.




Die sind doch auch irgendwie lieb

und lustig



und gescheit



manchmal bockig


oder einfach süß.




Ich wünsche Euch viel Fröhlichkeit in der kommenden närrischen Zeit.


Wer noch mehr Narren sehen will: http://www.gmuender-tagespost.de/bildergalerien/regional/5.%20Ostalb%20Narrentreffen










Freitag, 13. Januar 2012

Januarblüten



Die Tage werden wieder merklich länger, die größte Dunkelheit ist überstanden. Überall regt sich Leben und bereitet sich auf den Frühling vor.




Die rosa Hyazinthe war schneller als die Weiße. Als ich sie gekauft habe sahen beide gleich aus. Sie haben aber beschlossen, dass immer eine in voller Blüte steht. Das nennt man Arbeitsteilung. Ich habe beide auf eine alte Porzellanservierplatte gestellt, einige Birkenzweige zusammengewunden, mit Moos aufgefüllt und mit gelbgrünem Immergrün aus dem Garten dekoriert. Das Ganze steht nun auf meinem Schreibtisch an meinem Arbeitsplatz wo sich meine Kollegin auch darüber freuen kann.




Dieses Foto einer Kirschblüte ist aktuell. Allerdings kam sie nicht im Garten zum Blühen. Ich habe den Zweig am Barbaratag (4. Dezember) geschnitten und seit Weihnachten öffnen sich immer wieder neue Blüten. Auch diese Forsythie ist ein Barbarazweig.





Doch auch im Garten ist die Winterruhe vorbei. Einige Zwiebelpflanzen strecken erste Blättchen aus der Erde. Die Christrose hat schon eine Blütenknospe und überlegt noch wann sie sie öffnen wird.




Diese Primel zeigt stolz ihre samtrote Blüte. Dabei hat sie die Blätter aber sehr vernachlässigt.



Auch die Hornveilchen leuchten als kleine bunte Punkte aus dem tristen Grau.




Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals an einem 13. Januar eine blühende Ringelblume in meinem Garten gesehen hätte.
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter weiter entwickelt und zu hoffen, dass kein zu heftiger Wintereinbruch kommt und den Pflänzchen, die den Frühling nicht erwarten konnten, schadet.




Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes, sonniges Wochenende.

Genießt das sich mehrende Licht und die Vorboten des Frühlings. 


"Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Wie könnten wir das Licht erblicken?
Lebt' nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
Wie könnt Göttliches uns entzücken?"
Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832















Sonntag, 8. Januar 2012

buen camino...

...guten Weg, das wünscht man in Spanien jedem Pilger, der sich auf den Weg begibt.

 Auch ich wünsche Euch "buen camino" für Euren Weg durch das neue Jahr 2012.




Nein, ich war nicht auf dem Jakobsweg in Spanien. Aber bei uns kommt er auch vorbei und lädt zum Begehen ein.

Diese beiden sind an einem Etappenziel, der Jakobskirche in Hohenberg, angekommen.



Von hier sind es "nur" noch


2201 km bis nach Santiago de Compostela.

Warum der wohl so ein trauriges Gesicht macht?





Der Künstler, Sieger Köder der in Hohenberg einige Jahre als Pfarrer eingesetzt war, hat Geschichten an die Hauswand gemalt.





Alles dreht sich hier um den Jakobsweg. Sogar der Garten ist wie eine Jakobsmuschel angelegt.





Auch zur Krippe die zur Zeit in der Kirche aufgebaut ist, kommt ein Wanderer mit der bekannten Muschel am Hut.



Die andere Seite des Hauses, die in Richtung der Aussegnungshalle und dem Friedhof zeigt, will ich Euch aber auch nicht vorenthalten. Die Geschichten handeln hier vom Kreuz tragen und von der Endlichkeit unserer Zeit.




Dazu passen die Wort von Antoine de Saint-Exupéry aus "Die Stadt in der Wüste"

Es kommt darauf an, daß du auf etwas zu gehst, nicht dass du ankommst; denn man kommt nirgendwo an; außer im Tode.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Die drei Weisen aus dem Morgenland


Die Könige
Drei Könige wandern aus Morgenland,
ein Sternlein führt sie zum Jordanstrand,
in Juda fragen und forschen die drei,
wo der neugeborne König sei.
Sie wollen Weihrauch, Myrrhen und Gold
zum Opfer weihen dem Kindlein hold.
Und hell erglänzet des Sternes Schein,
zum Stalle gehen die Könige ein,
das Knäblein schauen sie wonniglich,
anbetend neigen die Könige sich,
sie bringen Weihrauch, Myrrhen und Gold
zum Opfer dar dem Knäbelein hold.
O Menschenkind, halte treulich Schritt,
die Könige wandern, o wandere mit!
Der Stern des Friedens, der Gnade Stern
erhelle dein Ziel, wenn du suchest den Herrn;
und fehlen dir Weihrauch, Myrrhen und Gold,
schenke dein Herz dem Knäblein hold!

Peter Cornelius (1824-1874)





Waren es Könige, Magier oder Weise? Sie haben den Aufgang des Sterns beobachtet und kommen nach Jerusalem, um dem neugeborenen König zu huldigen. Bei der Suche begegnen sie König Herodes der sie beauftragt zurückzukehren und ihm den Aufenthaltsort des Kindes zu verraten. Sie folgen weiter dem Wanderstern der sie nach Betlehem führt und dort über dem Stall stehen bleibt.  

Als sie nach dem langen Weg die Krippe mit dem Kind gefunden haben freuen sie sich sehr und bringen ihre Gaben dar, Gold, Weihrauch und Myrrhe.




Der Evangelist Matthäus sieht jedes Geschenk einzeln als Zeugnis für die Messianität Jesu:
Gold als das angemessene Geschenk für den neugeborenen König.
Myrrhe, eine Heilpflanze als Geschenk für den Arzt und Heiler (Heiland)
Weihrauch als Geschenk für den zukünftigen Hohepriester Israels.




Im 12. Jahrhundert glaubte man dass die Welt aus drei Kontinenten bestehe, nämlich Europa, Asien und Afrika. Es verbreitete sich die Anschauung, die drei Könige mit Namen Caspar, Melchior und Balthasar symbolisierten die drei Kontinente. Von den Anfangsbuchstaben ihrer Namen leitete man Mitte des 20. Jahrhunderts die Wörter „Christus mansionem benedicat“ als christlichen Segensspruch ab, den die Sternsinger in der Abkürzung „C+M+B“ über die Haustüren schreiben.




Die Krippenfiguren auf den Fotos habe ich vor vielen Jahren günstig erstanden. Wer gut aufgepasst hat, hat bemerkt, dass ich die Wichtelwerkstatt die im Advent den Hauseingang dekoriert hat in der Weihnachtszeit in eine Krippe umgebaut habe.
Nun wird noch bis zum Dreikönigstag alles beleuchtet und am Samstag ist großes Aufräumen angesagt.