Samstag, 29. Dezember 2012

Am Ende eines Jahres

Wo ist die Zeit geblieben?


Dahingeflossen, mal schneller, mal langsamer, was bleibt ist die Erinnerung.


Bei mir war das Jahr ereignisreich, arbeitsreich, angefüllt mit Vielem.



Angekommen nach einem anstrengenden Aufstieg, bietet sich der Ausblick auf das neue Jahr.




Ich möchte allen meinen Lesern ein gutes, neues Jahr wünschen und mich bedanken für die Begleitung durch die Jahreszeiten und besonders für die vielen netten Kommentare.

Gestern war Bloggeburtstag, das Gartenreich gibt es nun schon zwei Jahre.
Damals war alles tief verschneit.


So hatte ich Zeit und war auf Euren tollen Blogs unterwegs. Ich war neugierig wie das wohl funktioniert und so begann der Blog ganz klein mit zwei Schneebildern.

Zu den oberen Bildern: Der Strudel ist im Bucherstausee. In diesen fließt die Jagst und da sie auch wieder hinaus muss entstand dieser Trichter über dem Loch vor der Staumauer. Der Ausblick ist aufgenommen von der Kirche in Hohenberg. Im Hintergrund kann man die Kaiserberge der Schwäbischen Alb erkennen. Der Abendhimmel zeigte sich heute so feurig über dem Gartenreich.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Die Feiertage stehen vor der Tür

Ich wünsche allen meinen Lesern dass sie eine gesegnete, schöne Zeit erleben und diese sehr genießen können.




O Heiland, reiß die Himmel auf

O Heiland, reiß die Himmel auf,
herab, herab vom Himmel lauf.
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
reiß ab, wo Schloß und Riegel für!

O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß,
im Tau herab, o Heiland, fließ!
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
den König über Jakobs Haus.

O Erd’, schlag aus, schlag aus, o Erd’,
daß Berg und Tal grün alles werd’!
O Erd’, herfür dies Blümlein bring,
o Heiland, aus der Erden spring!

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
darauf sie all’ ihr’ Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
komm, tröst uns hier im Jammertal!

O klare Sonn’, du schöner Stern,
dich wollten wir anschauen gern.

O Sonn’, geh auf, ohn’ deinen Schein
in Finsternis wir alle sein!

Hier leiden wir die größte Not,
vor Augen steht der ewig’ Tod:
Ach komm, führ uns mit starker Hand
vom Elend zu dem Vaterland!

Da wollen wir all’ danken dir,
unserem Erlöser, für und für.
Da wollen wir all’ loben dich
je allzeit immer und ewiglich!


Friedrich Spee (1591-1635)

Dienstag, 18. Dezember 2012

Schnee von gestern

Nachdem nun die weiße Pracht bis auf wenige Reste getaut ist bleibt nur die Erinnerung an den weißen Adventsbeginn.


Frostiger Sonnenuntergang.


Härtsfeldsee und Burg Katzenstein


Ruhe liegt über dem Land.




Kormorane am Bucherstausee.


Na was ist denn das wohl für ein interessantes Muster?


Solche Herrschaften haben hier vor vielen Jahren gebadet. Damals hatte das Römerbad am Limes aber hoffentlich noch ein Dach.


Hier kann man sehen wie die Jagst durch den Stausee fließt.


Es ist ein wenig zu kalt für eine gemütliche Rast.


Schneetreiben am Schloss Kirchberg. Auch hier fließt die Jagst.


Dafür gab es dort nach dem Schneespaziergang Weihnachtslieder und einen Glühwein.

Schön war er der Vorgeschmack auf weiße Weihnachten. Nun bleibt abzuwarten wie sich die Landschaft an den Feiertagen zeigt.

Ich wünsche allen meinen Lesern noch gute Adventstage.
















Dienstag, 4. Dezember 2012

Türme an der Jagst

Wer in der Nähe vom Autobahnkreuz auf der A6 oder auf der A7 fährt kann seit einiger Zeit große braune Schilder mit der Aufschrift "Crailsheim, Türme an der Jagst" sehen.
Ein Blick aus dem Fenster; ja wo sind denn nun die Türme?

Hier also haben sie sich versteckt.


Kalt war es am Wochenende beim Blick auf die Stadt Crailsheim.


Das sind nun ein Teil der "Türme an der Jagst". Besonders interessant ist der Wasserturm ganz rechts im Bild. Er diente früher den Dampfloks als Wasserspender.

Ein Blick in die andere Richtung; noch mehr Äpfel und noch ein Turm.


Dieser "Eisapfel" leuchtet besonders schön.


Der Baum an dem er hängt, steht irgendwo ganz da hinten am Streuobsthang.


Hier lädt eine Bank mit Aussicht zum Ausruhen ein, was allerdings bei diesen Temperaturen weniger zu empfehlen ist.



Überall filigrane Eiskunst.


Auch die Früchte der Heckenrose sind ganz verwandelt.



Noch mehr davon.




Nach diesem eisigen Spaziergang war es besonders gemütlich das Kerzchen zum 
1. Advent zu entzünden.


Ich habe ein einfaches Efeukränzchen mit roten Glaskugeln und rotem Engelshaar dekoriert. Im Glasstern leuchtet ein Teelicht.



Ich wünsche Euch allen eine schöne, besinnliche Adventszeit.


Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius (1740-1815)


 









Mittwoch, 28. November 2012

Spätherbststimmung im Freilandmuseum

Am Wochenende war im Hohenloher Freilandmuseum in Wackershofen "Vorweihnachtlicher Markt"
http://www.wackershofen.de/freilandmuseum/cms/front_content.php?idart=39&lang=1.


Im Zentrum bei den Verkaufsständen und bei der Gastronomie war viel los aber auf den Hügeln herrschte Ruhe. Die Häuser waren geschlossen und so konnte man ganz entspannt durch die Vergangenheit bummeln.


Dieses Haus auf der Anhöhe, der Käshof, ist mein Lieblingsgebäude. In der hinteren linken Ecke mit Blick auf den Wald gibt es ein ganz gemütliches Zimmer, da würde ich doch gleich einziehen.


So kann man sich den Ausblick nach vorne vorstellen. Das hat doch was von Freiheit. Momentan sind zwar die Fensterläden geschlossen aber im Frühling wird es hier wieder ganz lebendig.


Neben dem Hof steht eine kleine Kapelle und schaut ins Tal hinab.


Da fällt mir das Lied von Ludwig Uhland ein. Er schrieb es 1805 und es passt ganz gut in diese stille Novemberzeit mit den Gedenktagen.

Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies' und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab'.

Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor,
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.




Nun aber wieder zu erfreulicheren Dingen. Besonders gut gefallen mir die Backhäuschen. Jedes Jahr im September gibt es das Backofenfest. Da werden einige der Häuschen angeheizt und überall duftet es nach frischem Blooz (süße und salzige flache Kuchen z.B. mit Äpfeln, Zwetschgen oder Zwiebeln).


Jetzt aber ruht die Arbeit.


Auch die Bienen die sonst so emsig um dieses Haus schwirrten und die Blüten der Bäume in der Steuobstwiese bestäubten, haben sich zur Ruhe begeben.


Stille kehrt in der Natur ein.


Im hektischen Treiben der Städte ist dies weniger spüren wie hier zwischen den alten Häusern wo auch in Zeiten als sie noch bewohnt waren im Winter das Leben beschaulicher verlief.

Für die kommende Adventszeit wünsche ich Euch allen viel Ruhe und Besinnung.



 












Samstag, 17. November 2012

Lichtblicke im November


Nachdem ich es nun geschafft habe den Garten soweit auf zu räumen dass dort Ruhe einkehren kann, ist jetzt Herbstdeko angesagt.


Auf eine Styroporkugel habe ich mit Heißkleber Rindenstücke aufgeklebt und daraus ist dann dieses Werk entstanden.



In den Garten darf die Kugel aber nur zum Fototermin. Ihren Platz bekommt sie im geschützten Hauseingang.

Ihr seht richtig, auf den Bildern kann man Schatten erkennen. Die Sonne durchbrach bei uns tatsächlich für kurze Zeit die Nebelschwaden. Das hat gut getan.




Das Herzkränzchen vom letzten Jahr habe ich ein wenig "aufgehübscht".




Leider reichte die Kraft der Sonne dann nicht mehr für meinen Spaziergang und sie verlor den Kampf gegen das Grau.


Auf diesem Bild kann man sehen wie sich die graue Wabbermasse über die Helligkeit schiebt. Noch ein schmaler Streifen Licht ist übrig der dann aber auch bald verschluckt wurde - November eben.


Bleibt die Hoffnung, dass es am morgigen Sonntag neue Lichtblicke gibt. Diese wünsche ich Euch allen.



Herbst

Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
Ich liebe dieses milde Sterben.
Von hinnen geht die stille Reise,
Die Zeit der Liebe ist verklungen,
Die Vögel haben ausgesungen,
Und dürre Blätter sinken leise.
Die Vögel zogen nach dem Süden,
Aus dem Verfall des Laubes tauchen
Die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
Die Blätter fallen stets, die müden.
In dieses Waldes leisem Rauschen
Ist mir als hör' ich Kunde wehen,
daß alles Sterben und Vergehen
Nur heimlich still vergnügtes Tauschen.

Nikolaus Lenau, 1802-1850












Freitag, 9. November 2012

Herbstliche Schlossromantik


Letztes Wochenende gab es im Schloss Hohenstadt die Kunstgewerbeausstellung "Kreative Kunst & Lebens Art". Dabei konnte man so richtig schön Schossromantik genießen. http://www.schloss-hohenstadt.de/?s=schloss



Etwas ganz Besonders ist es, durch den Heckengarten zwischen dem Schloss und dem Lusthaus zu flanieren.


Hier ist im Hintergrund im Gegenlicht das Schloss zu sehen und wenn man sich umdreht, steht man vor dem Lusthaus.


Diese tolle Aussicht ins Kochertal bietet sich vom Schlosshof.


Dort gibt es viele geheimnisvolle Ecken...


und mächtige alte Bäume.


Da hat sich der Wasserturm ins Seitenportal der Wallfahrtskirche geschmuggelt.


Grasende Kühe mit Rahmen bieten ein Bild der Ruhe.


Ausgemauertes Fachwerk und Fensterläden mit Verzierung schmücken den Fruchtkasten.



Im Innenbereich hat mich besonders dieses gigantische Treppenhaus fasziniert.


Diese nicht mehr ganz neuen Herrschaften sind jetzt ja wieder richtig modern.



Schön war der Tag auf Schloss Hohenstadt (links im Bild ist die Wallfahrtskirche).



Das goldene Licht des Herbstes zaubert ganz besondere Stimmungen. Es ist schön, sie zu genießen und davon zu zehren wenn am nächsten Tag schmuddeliges Grau überwiegt.