Mittwoch, 30. November 2011

1. Advent in Braighausen

Wo ist denn das? Höre ich jetzt meine Leser fragen. Keine Sorge, es ist keine Bildungslücke wenn Euch der Ort unbekannt ist. Bei Google Maps ist er auch nicht zu finden. Er hat auch keine PLZ die man eingeben könnte - aber es gibt ihn.




Dieser Ort liegt nicht hinter den sieben Bergen sondern in der Nähe vom Felsenmeer.





Da dieses Meer auf der Ostalb liegt, gibt es kein Wasser aber eine Menge toller Felsen. Das Wental, zu dem es gehört, ist ein interessantes Wandergebiet das viel Abwechslung bietet.


Nach der Wanderung durch dieses Trockental kam der Wunsch nach Glühwein und etwas Leckerem auf. So ging es zum Weihnachtsmarkt Richtung Bartholomä. Zuerst sah alles ganz gewöhnlich aus. Ein altes landwirtschaftliches Anwesen in dessen Innenhof geschmückte Buden waren und es überall verführerisch duftete. Der Stall war geöffnet. Hier hatten einige Kunsthandwerker ihre Schätze aufgebaut. Daneben führte eine unscheinbare Treppe nach oben. Da ich dachte, dass dort vielleicht auch noch Verkaufsstände sein könnten ging ich hinauf. Oben war eine Art Tunnel und plötzlich war ich in Braighausen. Ich war total erstaunt, damit hatte ich nicht gerechnet und ich kam mir vor wie Alice im Wunderland.





Hier geht es nach Braighausen.


Die Adventsmärkte werden von Jahr zu Jahr zahlreicher und schöner und sind immer gut besucht. Es scheint, dass das Bedürfnis nach Geselligkeit und Festlichkeit in dieser dunklen Zeit besonders groß ist.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen schönen zweiten Advent, Besinnung aber auch Freude auf den Weihnachtsmärkten.



Freitag, 25. November 2011

Weihnachtsstern

Auf vielen Blogs ist es schon sehr adventlich geworden.
Ich habe den langen Herbst sehr genossen, einen großen Teil meiner Freizeit im Garten verbracht und am Wochenende auch Wanderungen in die Natur unternommen. Nun beginnt die Adventszeit und auch bei mir wird geschmückt.
Angefangen habe mit einem Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), der ein Kränzchen bekommen hat.



Er gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und stammt ursprünglich aus den tropischen Laubwäldern Mittel- bis Südamerikas. Seine Blüten sind eher unscheinbar, der Zierwert liegt in den Hochblättern die viel Farbe in die dunkle Zeit bringen. In den Gärtnereien und Baumärkten versinkt man momentan ja fast in einem Meer von verschiedenfarbigen Weihnachtssternen. Jeder möchte dann gerne diese Stimmung mit nach hause nehmen.




Um ihm ein adventliches Aussehen zu geben, hat mein Weihnachtstern ein Kränzchen aus verschiedenen grünen Zweigen (Fichte, Wacholder und Kiefer) bekommen. Geschmückt ist es mit roten Peperoni, Mehlbeeren, Goldfäden und Kugeln.

Da meine Nachbarin heute Geburtstag hat ist dieser Weihnachtsstern aber nicht mehr bei mir sondern über den Gartenzaun ausgewandert.




Auch Theodor Fontane (1819-1898) sieht in seinem Gedicht einen Stern.

Verse zum Advent
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.


Mittwoch, 23. November 2011

Die Steine von Schwäbisch Hall

Wer kennt ihn nicht, den Slogan "Auf diese Steine können sie bauen"?

Nun dann lasst uns mal die Steine von Schwäbisch Hall näher betrachten.

Es gibt in dieser Stadt viele alte Steine. Besonders die Kirche St. Michael  und die Treppe davor sind recht bekannt.



Jedes Jahr im Sommer finden hier die Freilichtspiele statt. Die Bühne ist die Treppe auf deren 53 Stufen die Schauspieler den ganzen Abend auf und ab flitzen. Das ist zusätzlich zu ihrer eigentlichen Aufgabe noch eine richtig sportliche Leistung.



So sieht das aus der Perspektive der Schauspieler aus. Unten auf dem Marktplatz sitzt während der Aufführung das Publikum.  Die Fichten die man am Rand der Treppe erkennen kann sind dort nicht gewachsen sondern wurden als Dekoration aufgestellt da der Weihnachtsmarkt ja in wenigen Tagen beginnt.



Das ist er, der Erzengel Michael, nach dem die Kirche benannt ist. Er steht am Eingang der Kirche und kann so das Geschehen auf dem Marktplatz und somit auch der Stadt überblicken. 


Bedenk o Mensch wie schnell die Stunden dahinfahren so wirst von Müßiggang
und Sünd dein Seel bewahren. Weil auch die Zeit und Welt dem End
gehen zu. Seh alle daß du magst im Himmel finden Ruh.

So lautet der Spruch an der Sonnenuhr der uns ermahnt alle Stunden gut zu nutzen.



Leute, die ihre Stunden nicht gut verbracht haben, machten früher mit diesem "Kettchen" am Pranger Bekanntschaft.



So nun gehen wir aber durch die Altstadt hinunter zum Kocher. Das ist der Fluss der durch die Stadt fließt.



Hier stehen die Häuser ganz nahe am Wasser.




Die Schatten sind schon recht lang und in den Ackeranlagen (Park am Kocher) herrscht Spätherbststimmung.





Die dicke Buche hat zwar noch viele bunte Blätter und diese Mispeln leuchten in der Sonne aber direkt am Fluss kann man sehen, dass das Jahr doch schon weit fortgeschritten ist.




In Schwäbisch Hall gibt viele schöne Ecken. Einen kleinen Ausschnitt davon wollte ich meinen Lesern, bei dieser Runde durch die Stadt, zeigen. Es würde mich freuen wenn es Euch gefallen hat.
Rund um das Jahr ist hier sehr viel geboten, angefangen von Hallia Venetia an Fasching über das Salzsiederfest an Pfingsten bis zum Lichterfest im Sommer.




   

Samstag, 19. November 2011

Blätterrascheln im Zauberwald


Genug bunte Blätter um die Füße darin versinken zu lassen, sie aufzuwirbeln und vor sich her zu kicken.


Vorbei geht es am See, der so vor sich hin träumt.

Hopsa, was macht denn diese Zipfelmütze hier?




Oh, da sind ja noch viel mehr. 1 2 3 4 5 6 7, das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Aus dem Schüsselchen zu essen ist aber nicht ratsam da darin augenscheinlich kein leckeres Zwergenmenü ist.


Ach ja, alles klar, wir sind ja im Zauberwald.




Das ist da, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen,




plötzlich eine Riesenschnecke den Weg versperrt und



man besser in Deckung geht wenn das Heupferd zum Sprung ansetzt.



Schade, die Waldelfen sitzen heute nicht auf ihren Blütensesseln. Es ist ja wohl doch etwas zu kalt.



Halt, da sind ja doch welche zu entdecken. Besonders glücklich sehen die aber gerade nicht aus.



Vielleicht gab es ja Ärger mit den Jungs - soll ja vorkommen.




Oh, jetzt wird mir doch etwas unheimlich, ich glaube ich gehe lieber nach Hause.





Vielleicht ist es mir mit diesem Post etwas gelungen meine Leser zu unterhalten und ein wenig Laune in den Novembersamstag zu bringen. Besonders für die, wo es heute so aussah wie bei der Wallfahrtskirche St. Ulrich, die sich ganz in der Nähe vom Zauberwald befindet.

Bleibt mir noch, Euch allen einen schönen Sonntag zu wünschen.















Mittwoch, 16. November 2011

Herbstgedanken




Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel
1813 - 1863









Es ist November, die Natur leuchtet noch im "milden Strahl der Sonne" so wie es Friedrich Hebbel in seinem Gedicht ausdrückt. Stille liegt über der Landschaft, die Natur hat sich zurückgezogen. Zeit der Einkehr, der Verinnerlichung. 



Große Ruhe herrscht auch am Horner Schloss das hoch über dem Leintal von vergangenen Zeiten träumt.




Die Bilder entstanden am Sonntag (13.11) am späten Nachmittag.

Freitag, 11. November 2011

Sonnendurchfluteter Herbstglanz...

Tritt ein durch das Tor in eine Welt leuchtender Symetrie und



schreite durch den goldglänzendenTunnel,




entlang hoher, leuchtender Hecken, die Halt geben....

...zu den Rosen, wo der Augenblick erstrahlt.




Finde einen Rastplatz für die Seele.




Lasse dich ein auf eine Welt aus Licht und Schatten...



...bis du dein Schloss gefunden hast.





Geheimnisvolle Schönheit, Glanz der darauf wartet mit offenen Augen erkannt zu werden.



Die Fotos sind am letzten Sonntag beim Besuch im Heckengarten von Schloss Hohenstadt entstanden. Dort war die Ausstellung  "Kreative Kunst & Lebens Art".

Die tolle Atmosphäre die dort herrschte hat mich zu diesem doch etwas anderen Post inspiriert.

http://www.schloss-hohenstadt.de/?s=schloss&sub=6

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Es wird wahrscheinlich nicht so warm wie vor einer Woche aber vielleicht bekommen wir doch etwas Sonne.