Donnerstag, 30. Juni 2011

Die Wärme des Sommers einfangen

Der Johannestag (24. Juni) ist vorbei, die Tage werden wieder kürzer und das Johanniskraut blüht.





Es fällt schwer, jetzt an lange dunkle Wintertage zu denken aber wer dann einen Tee trinken möchte in dem der Sommer steckt, der tut gut daran, jetzt mit dem Sammeln zu beginnen.

Besonders Johanniskraut (Hypericum perforatum) bringt Licht und gute Stimmung an kalten Abenden.




Die leuchtend orange Ringelblume (Calendula officinalis) bringt Farbe in die Tasse und wirkt entzündungshemmend  .







Für die rote Farbe ist die Stockrose (Alcea rosea) gut. Sie wird auch wegen der enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe in Hustentee-Mischungen verwendet.




Hier trocknen sie nun. Bitte nicht in die direkte Sonne stellen sondern einen warmen, luftigen Raum suchen.





Mit einem Foto vom Johannisfeuer zur Sommersonnenwende möchte ich mich für heute verabschieden.










Montag, 27. Juni 2011

Brennende Liebe ...

oder die Schönheit einfacher Pflanzen.

Wer meinen Garten schon länger kennt weiß, dass mir nicht nur die edlen Blumen gefallen sondern dass ich Wert auf eine große Vielfalt lege. Ich möchte Details von alltäglichen Pflanzen zeigen und ihre Schönheit hervorheben.  

Die Brennende Liebe (Lychnis chalcedonica) wird auch Scharlachlichtnelke, Malteserkreuz oder Jerusalemer Kreuz genannt.
Ihre ursprüngliche Heimat liegt in Russland.






Borretsch (Borago officinalis), auch als Gurkenkraut bekannt verbreitet sich rasend schnell im Garten. Ist er nicht schön mit seiner blauen Blüte. Die Insekten lieben ihn auch sehr.


 



Echter Alant (Inula helenium) wird bereits seit derAntike als Heil- und Gewürzpflanze verwendet.





Dill (Anethum graveolens) ist eine vielseitig verwendete Gewürzpflanze. Sie stammt ursprünglich aus Vorderasien, wird heute jedoch weltweit angebaut.





Lauch (Allium ampeloprasum) kennt sicher jeder.





Und nun möchte ich mich für heute mit einem Blick durch mein Weidentor verabschieden.
Das Tor ist noch ganz neu und hat durch die lange Trockenheit nur spärlich ausgetrieben. Vielleicht ist es interessant es jetzt zu sehen um dann im nächsten Jahr vergleichen zu können.








Mittwoch, 22. Juni 2011

Himbeeren zum Frühstück

Endlich Urlaub und das Wetter ist nicht gerade schön. Gut, der Garten freut sich über Regen. So bin ich gleich früh hinaus um im Sonnenlicht zu fotografieren. Beim Rundgang kam ich dann am Himbeerbeet vorbei und so kam es, dass es heute Himbeeren zum Frühstück gab.





Aber nun zu den sonnigen Blumenbildern.

Die Nachtkerzen (Oenothera) waren noch geöffnet und hatten auch Besuch.




Gut besucht war auch der Mohn.




Die Stockrose (Alcea rosea) leuchtet im Gegenlicht.




Das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) steht auch in voller Blüte.




Was wäre ein Bauerngarten ohne Ringelblumen (Calendula officinalis).




Die Blüte der Kapuzinerkresse (Tropaeolum) versteckt sich unter ihren tellerförmigen Blättern.




Dafür streckt das Seifenkraut (Saponaria officinalis) seine Blüten weit nach oben.




So und nun noch eine Rose, da der Juni schließlich der Rosenmonat ist.





Nach dem "Himbeerfrühstück" stellte sich nun doch richtig Hunger auf ein gutes Urlaubsfrühstück ein und so wurde es Zeit, den morgendlichen Gartenrundgang zu beenden.

















Sonntag, 19. Juni 2011

Küssen erlaubt...

... vielleicht wird ja ein Prinz daraus.



Das Wetter gefällt ihm allerdings nicht so sehr, heute ist Sturm in der Wanne angesagt.




Trotzdem haben die Blüten geöffnet wie hier bei der Zucchini,




oder der Kartoffel.





Auch der Buchweizen blüht kräftig,




die Hirse




und der Amaranth.




Der Spinatbaum ist immer schön bunt.




Im Gewächshaus ist es mollig warm. Da gibt es Blüten von der Aubergine,




der Peperoni




und sieben besonderen Sorten Tomaten.







Ich hoffe, der Gang durch den blühenden Gemüsegarten hat Euch gefallen.

So sage ich nun tschüss für heute.

















Dienstag, 7. Juni 2011

Vorsicht bissig

Löwenmäulchen (Antirrhinum) sind beliebte Gartenpflanzen. Sie säen sich in meinem Garten selbst aus und erscheinen in unterschiedlichen Farbtönen. 
Wer kann sich auch noch erinnern, als Kind die Blüten so gedrückt zu haben, dass sich die Mäulchen öffneten und wieder zubeißen konnten?

Hier leuchten welche in feurigen Rot- und Orangetönen,




diese in magenta



oder in zurückhaltendem gelb



Gelb blüht auch die Färberkamille (Anthemis tinctoria). Sie hat sich im ganzen Garten verbreitet und strahlt mit ihren hübschen Korbblüten aus allen Ecken hervor.



Weniger auffällig ist der Felddrittersporn. Er gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und wiegt seine zarten blauen Blüten sacht im Wind.



Blaue Blüten hat auch der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chama edrys) der zur Familie der Wegerichgewächse gehört.


Auch die Jakobsleiter (Polemonium) blüht blau. Sie wird auch Himmelsleiter oder Sperrkraut genannt.




Das Herzgespann (Leonurus cardiaca) und der Wollige Ziest (Stachys byzantina) sind beides Lippenblütler.




Mit einem Bild der Weinraute (Ruta graveolens) beende ich den heutigen Rundgang bei dem ich Euch daran teilhaben lassen möchte zu sehen, was gerade im Gartenreich so blüht.

Die Weinraute war im Altertum und im Mittelalter eine hochgeschätzte Heilpflanze und war in dem berühmten Essig der vier Räuber enthalten, mit dem sich vier französische Diebe eingerieben hatten, bevor sie in Toulouse die Häuser von Pestkranken ausraubten, ohne sich anzustecken. Dieser Essig enthielt auch Salbei, Thymian, Lavendel, Rosmarin und Knoblauch. Die Wirkung beruhte aber wohl nicht auf dem starken Rautengeruch, wie man damals annahm, sondern auf der keimtötenden Wirkung der anderen Pflanzen. Mit Berührungen sollte man vorsichtig sein, da sie phototoxisch ist und Hautreizungen hervorrufen kann.